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Abhängigkeiten in der digitalen Welt am Beispiel von PayPal

02.11.2018
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Mit der Ankündigung der Gebühren Erhöhung hat PayPal für Entrüstung unter Händlern gesorgt. Am 31.08.2018 hat PayPal die Gebühren von 1,9 % auf 2,49 % angehoben und lieferte damit ein schönes Beispiel für eine Abhängigkeit zwischen z.B. kleinen Händler und, in diesem Beispiel, dem großen PayPal. Um eine der beliebtesten Zahlungsarten führt für die meisten PayPal-Kunden kein Weg vorbei, zu groß ist die Verbreitung dieser Zahlungsart und zu groß ist der Komfort für den Zahlenden. Da ist es für PayPal relativ einfach die Gebühren zu erheben. Die Entrüstung ist zwar groß, aber letztendlich bleibt dem Handel keine andere Wahl als diese Pille zu schlucken. Ein möglicher Boykott der Zahlungsart hätte schwerere Folgen für den Händler als für PayPal.

Diese hier entstandene Abhängigkeit zwischen Handel und PayPal ist nur ein Beispiel von vielen. Eigentlich sind diese Abhängigkeiten auch nicht neu und noch weniger ein Phänomen der Digitalisierung. Ob im Bereich Payment, im Marketing oder sonst wo, Abhängigkeiten gibt es überall da, wo es Beziehungen zu Dienstleistern gibt. Wenn ich vor einigen Jahren noch die Bezahlung per Nachnahme angeboten habe, war ich abhängig von der Post bzw. DHL, heute ist es halt PayPal. Wenn ich damals einen Eintrag in einem Branchenbuch geschaltet habe, waren es die Gelben Seiten, heute ist es Google. Abhängigkeiten gab es also schon immer. Nur was ist heute anders?

Sebastian Karger

Gründer und Geschäftsführer der Liquam GmbH

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