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What about digital?

Digitale Transformation: Was bedeutet das eigentlich?

27.02.2020
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Mittlerweile wird digitale Transformation und Digitalisierung als Synonym für einander genutzt. Digitalisierung steht dabei ursprünglich für die Überführung vom Analogen ins Digitale.


Im Liquam Blogcast stellen wir unsere Blogbeiträge als vertonte Fassung „to-go“ zur Verfügung.
Der Blogcast ist verfügbar bei: Soundcloud, iTunes und Spotify.

 

Definition – Was bedeutet digitale Transformation eigentlich?

Die digitale Transformation beschreibt den stetigen, durch digitale Technologien angestoßene Veränderungsprozess, welcher, aufgrund der wirtschaftlichen Veränderung, speziell Unternehmen betrifft.

Digitale Technologien ebnen den Weg für immer schneller werdende neue Technologien, welche schlussendlich eine Basis für den rasanten digitalen Wandel darstellen. Sowohl Jung und Alt, privat oder im Geschäftsleben, die Veränderungen ändern unsere Gewohnheiten nachhaltig und wecken ganz neue Erwartungshaltungen. Dadurch sind vor allem Unternehmen gezwungen, sich dem digitalen Wandel zu stellen und entsprechende Veränderungen vorzunehmen.

Hiervon sind jegliche Bereiche, wie z. B. die Einführung von digitalen Prozessen mit Hilfe eines effektivem Prozessmanagements, die Suche nach neuen Geschäftsmodellen oder auch die Erhaltung des direkten Kundenzugangs, betroffen.

Industrie 4.0, die vierte industrielle Revolution

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Quelle: Kagermann, H. et al.(2013). S. 17

Im Zusammenhang mit der digitalen Transformation steht häufig der Begriff Industrie 4.0. Die erste industrielle Revolution begann gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Durch die Erfindung und den Einsatz eines mechanischen Webstuhls, konnte die englische Textilindustrie die eigene Produktivität deutlich steigern.

Die zweite industrielle Revolution gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ist vor allem durch die Einführung der ersten Fließbänder gekennzeichnet. Mithilfe von elektrischer Energie konnte die Massenproduktion etabliert werden.

Die dritte industrielle Revolution begann in den 1970er Jahren. Oftmals wird diese als „erste digitale Revolution“ bezeichnet. Es haben sich neue Wege, durch die Erfindung von Computern bzw. des Internets, eröffnet, Informationen auszutauschen. Dies führte letztendlich zu einer weiteren Steigerung der bisherigen Prozesse.

Die jetzige industrielle Revolution 4.0 steht im Zeichen der Vernetzung. Physische und virtuelle Welt schmelzen zusammen und werden eines Tages vollkommen autark handeln und arbeiten können.

Digitale Transformation in Unternehmensbereichen

Management / Geschäftsführung / Vorstand

Die Hauptaufgaben der Unternehmensleiter wird in den kommenden Jahren darin bestehen, die entsprechenden Ressourcen für den digitalen Wandel bereitzustellen und eine digitale Vision zu entwickeln. Zusätzlich gilt es die entwickelte digitale Strategie über alle Unternehmensebenen voranzutreiben und zu leben.

Produktion

Durch IoT (Internet der Dinge, Verschmelzung von physischer und virtueller Welt) werden Produktionsstätten in den kommenden Jahren immer intelligenter. Industrie 4.0 sieht vor, dass die komplette Wertschöpfungskette vernetzt wird.

Vor allem Unternehmen, die heutzutage als Dienstleister das produzierende Gewerbe dabei unterstützen, müssen sich gut positionieren.

HR / Personal

Der Personalbereich steht ebenfalls vor mehreren Herausforderungen. Es gilt die digitale Kompetenz der Belegschaft zu stärken und gleichzeitig muss der Personalbereich entsprechende digitale Kompetenz erlangen, damit die richtigen Mitarbeiter identifiziert werden können.

Ebenso werden Arbeitgeber durch unterschiedliche Portale, wie z. B. kununu, immer transparenter für Arbeitnehmer, sodass ein starker Employer Brand immer wichtiger wird.

Marketing und Vertrieb

Der digitale Wandel lässt die Bereiche Marketing und Vertrieb stark zusammenschmelzen. Beide Abteilungen können sich gegenseitig befruchten und sollten voneinander lernen. Durch gezielte Marketingkampagnen können Vertriebsmitarbeiter effizienter eingesetzt werden. Ebenso kann der Vertrieb die Wünsche der Kunden an das Marketing herantragen und so die Marketingstrategie optimieren.

5 Erfolgsfaktoren für digitale Transformation

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Quelle: 5 Erfolgsfaktoren für digitale Transformation (eigene Darstellung)
 

Digitalisierung ist Teil der Unternehmensstrategie - ohne den entsprechenden Rückhalt seitens der Unternehmensleitung scheitern digitale Projekte und Vorhaben schnell. Da Projekte nicht immer direkte Auswirkungen auf das Jahresergebnis haben, geraten digitale Vorhaben schnell auf das Abstellgleis oder werden nicht mit genug Nachdruck verfolgt.

Durch agile Arbeitsweisen und Methoden wird versucht auf die Geschwindigkeit, durch neue Technologien oder Marktveränderungen, bestmöglich zu reagieren. Lange Projektzyklen sind, in einer durch digitalen Wandel sich schnell verändernden Welt, fehl am Platz.

Neue digitale Produkte sollten möglichst nach dem Lean Startup-Prinzip entwickelt werden. Es gilt schnelle Prototypen mit möglichst wenig Ressourcen zu entwickeln. Sobald ein MVP (Minimal Viable Product) steht, geht man in den Markt, um schnellstmöglich Kundenfeedback zu erhalten. Mithilfe dieses Kundenfeedbacks wird das Produkt sukzessiv ausgebaut.

Damit die digitale Transformation gelingt, müssen natürlich die richtigen Leute gefunden werden. Hier sollte man mehr auf tatsächliches digitales Know-How und unternehmerische Fähigkeiten achten als auf Schulnoten. Erfahrungen in der digitalen Welt und ständige Neugierde sowie Lernfähigkeit sind wichtige Soft Skills.

Querdenken ist, vor allem in Zeiten von ständig neuen Geschäftsmodellen, absolut Gold wert. Was hat bspw. eine Videoplattform mit dem Versand von Waren oder der Stellung von Cloud-Diensten gemein? Auf den ersten Blick nichts – auf den zweiten Blick geht es allerdings um Daten und Kundenzugang.

Fazit

Der digitale Wandel stellt Unternehmen nicht allein vor technologische Herausforderungen, sondern vor allem auch vor finanzielle Entscheidungen. In welche Technologien sollen wir investieren? Welche Projekte sollten gestartet werden? Welche Mitarbeiter stellen wir ein? Diese und noch viele Fragen mehr gilt es zu beantworten und zwar schnell und präzise, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Neben den internen Herausforderungen treten immer neue Wettbewerber auf den Markt, die häufig mit einer Leichtigkeit einen bestehenden Markt komplett aufmischen und sich als neuer Platzhirsch etablieren.

Spotify, Netflix oder airbnb sind, durch hohe Risikobereitschaft, Kundenfokus und schnelle Umsetzung, gute Beispiele von Unternehmen, die sich, auf der Welle des digitalen Wandels in ihrer Branche, schnell zum Vorreiter der jeweiligen Branche entwickelt haben.

Ist das Thema für Sie und Ihr Unternehmen relevant? Kontaktieren Sie uns gerne, um weitere Informationen zu erhalten oder wenn Sie sich dazu unverbindlich mit uns unterhalten wollen.

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Tobias Wulf

Consultant bei der Liquam GmbH

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