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Innovation statt Stillstand: Digitalisierung braucht kreative Lösungen!

09.10.2019
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Wie gehe ich Innovationen im Zeitalter der Digitalisierung an? Möchte ich First Mover oder Fast Follower sein? Das sind unter anderem zentrale Fragestellungen, denen man sich zwangsläufig stellt, wenn es um das Thema Innovationen geht.

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Nicht selten kommt es bei der Begriffsdefinition zur Verwechslung zwischen Innovation vs. Verbesserung, wodurch viele Unternehmen die Wichtigkeit und Notwendigkeit von
Innovationen nicht erkennen. Innovation beschreibt einen Vorgang, der durch Anwendung neuer Verfahren, der Einführung neuer Techniken oder der Etablierung erfolgreicher Ideen einen Bereich/ Produkt/ Dienstleistung erneuert und auf den neusten Stand bringt. Bei einer Verbesserung geht es generell auch um die Umsetzung von etwas Neuem, jedoch mit einem niedrigen Neuartigkeitsgrad. Zudem ist eine Verbesserung meist nur eine Optimierung oder Erweiterung von etwas Bestehendem.

Warum sind Innovationen notwendig?

Die Kundenbedürfnisse verändern sich stetig. Um diesen sich verändernden Kundenbedürfnissen gewachsen zu sein und zu entsprechen, ist es wichtig Innovationen im Unternehmen voranzutreiben. Digitalisierung ist von ständiger Innovation geprägt. Wer sich Innovationen nicht widmet, der wird auch seine Marktstellung nicht ausreichend halten können oder diese sukzessive verlieren. Innovationen sind heute zudem ein wichtiger Treiber im Wettbewerb. Unternehmen müssen immer schneller neue Produkte und digitale Geschäftsmodelle entwickeln, um die entsprechende Marktposition einnehmen zu können.

Wie gehe ich Innovationen an?

Es ist vollkommen klar, dass Unternehmen in ihrem operativen Geschäft bereits so ausgelastet sind, dass es schwierig ist zusätzlich Innovationen zu fördern. Dieses Gleichgewicht zwischen operativem Geschäft und Vorantreiben von Innovationen herzustellen, trennt entsprechend die Spreu vom Weizen. Innovationen sind heute ein wichtiger Erfolgsfaktor geworden. Generell gibt es drei relevante Innovationsstrategien:

  • First Mover: Als First Mover, ist man der Erste auf dem Markt mit einer neuen Technologie, Applikation oder einem neuen Business Modell. Beispiel: Amazon (elektronische Bücher, Cloud-Computing).
  • Trendsetter: Als Trendsetter, setzt man am Markt eine Ausprägung einer neuen Technologie, einen Standard oder Features durch. Beispiel: IBM.

  • Fast Follower: Als Fast Follower, sieht man seinen Erfolg in der Vermeidung der Eintrittskosten und versucht, in einem Massenmarkt nicht durch Innovation, sondern z.B. durch Preis, Qualität und Service erfolgreich zu sein. Beispiel: Dell.

Es ist nicht zwingend notwendig der First Mover zu sein. Auch Google war seinerzeit nicht die erste Suchmaschine auf dem Markt und Apple nicht der digitale Leader für Smartphones. Viele Unternehmen sind sehr erfolgreich damit, Fast Follower zu sein und ihr Produkt mit weiteren, verbesserten Ausprägungen in die entsprechende Marktstellung zu rücken. Fast Follower zu sein und Ideen schnell zu kopieren ist jedoch auch nicht immer der richtige Weg. Zum Beispiel Amazon, als First Mover in den Bereichen elektronische Bücher und Cloud-Computing, hat mittlerweile die meisten Unternehmen abgehangen.

Es ist vergleichbar mit einem Rennen: Letzten Endes wird sich niemand merken, wer auf halben Weg das Rennen führt. Es zählt nur, wer am Ende die Ziellinie überqueren wird. Unternehmen sollten sich also nicht die Frage stellen: “Soll ich als erster den Weg gehen?”, sondern “Wie beschleunige ich den Weg zu einer innovativen Idee?”.

1. Schritt - Ideenfindung

Um Innovationen im Unternehmen zu fördern und zu entwickeln, bedarf es im ersten Schritt einer Ideenfindung/ Ideengenerierung. Für eine solche Ideenfindung gibt es diverse Kreativitätstechniken (z.B. Brainwalking), die angewendet werden können. Ein konsequenter Austausch für die Ideengenerierung ist hierbei unerlässlich. Regelmäßige Treffen eines zuständigen Innovationsteams könnte eine mögliche Lösung sein. In einem solchen Team sollten sich Mitarbeiter aus diversen Abteilungen wiederfinden, die offen gegenüber neuen Technologien und Herangehensweisen sind und keine Angst haben über Grenzen hinaus zudenken.

2. Schritt - Ideenentwicklung

In der zweiten Phase geht es dann schon in die erste Ideenentwicklung und das Prototyping. Die Ideen sollten dabei auch von unterschiedlichen Fachkompetenzen und Denkstilen vertieft werden, um verschiedene Perspektiven auf die Ideen einfließen zu lassen. Für die Entwicklung von Prototypen oder Produkten, die erste minimale Funktionen aufweisen (MVP - Minimum Viable Product), gibt es diverse Möglichkeiten. Zwei dieser Möglichkeiten wären:

  • Rapid Prototyping ist der “schnelle Bau eines Modells”. Diese Methode ermöglicht es Unternehmen, frühzeitig Fehler oder Schwachstellen zu erkennen und diese zu beheben, indem bereits in der Phase der Planung ein Probe-Modell erstellt wird. Es wird dadurch vermieden, dass etwaige Fehler erst während des Produktionsprozesses erkannt werden und somit horrende Kosten erzeugen würden.

  • Design Thinking ist ein Prozess zur Förderung kreativer Ideen. Entwickelt wurde der Prozess durch die Innovationsagentur IDEO. Beim Design Thinking durchläuft man diverse Teilprozesse, um Innovationen hervorzubringen, die am Nutzer orientiert sind und die entsprechende Bedürfnisse dieser Nutzer befriedigt. Um das zu gewährleisten, werden auf Vorgehensweisen an dem Design zurückgegriffen.

Darüberhinaus gibt es noch viele weitere Kreativitäts- und Prototyptechniken, die einen bei der Förderung von Innovationen maßgeblich unterstützen können.

3. Schritt - Umsetzung

In der dritten Phase geht es nun um die konkrete Umsetzung der Ideen. Bei der schnellen, flexiblen Umsetzung von Ideen und Prototypen kommt man eigentlich kaum noch an dem Bergriff “agiles Projektmanagement” vorbei. Mittels Methoden wie Scrum (aus englisch scrum für „das Gedränge“) können schnell digitale Innovationen entwickelt bzw. umgesetzt werden und es werden ebenso schnell Ergebnisse sichtbar.

Fazit

Innovationen im Unternehmen umzusetzen ist eine Notwendigkeit. Finden Sie für Ihr Unternehmen den optimalen Weg und Strategie, um Innovationen und operatives Geschäft unter einen Hut zu bekommen. Seien Sie offen und denken Sie über Grenzen hinaus. Um die Marktstellung weiterhin zu besetzen oder bestenfalls auszubauen, ist es zwingen erforderlich zukunftsorientiert zu handeln. Ein bloßes Verbessern von bereits Bestehendem reicht heute nicht mehr aus.

Kontaktieren Sie uns gerne, um weitere Informationen zu erhalten oder wenn Sie sich dazu unverbindlich mit uns unterhalten wollen.

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Christin Schwab

Christin Schwab ist Digital Consultant bei der Liquam GmbH.

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