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New Work und Purpose-Jobs: Unsere Arbeitswelt im Wandel

01.10.2019
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New Work - ein Begriff, den es nicht erst seit ein bis zwei Jahren gibt. Der Begriff wurde durch den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann geprägt, der Mitte der Siebzigerjahre das Theoriekonzept der neuen Arbeit entwickelt hat. Mittlerweile hat fast jedes Unternehmen den Begriff für sich passend ausgelegt, auch wenn dieser wenig bis gar nichts mit der ursprünglichen Theorie des Sozialphilosophen zu tun hat.

Frisches Obst und freie Softdrinks auf Arbeit, entspricht nicht dem Konzept, welches Frithjof Bergmann einst als New Work deklarierte. Klar, es ist zumindest ein Anfang. Man möchte, dass die Menschen Spaß bei der Arbeit haben. Das ist laut Bergmann jedoch nicht genug. Vielmehr geht es darum, was man "wirklich, wirklich" will. “Nicht Spaß, sondern wirklich, wirklich wollen – das ist ein großer Unterschied. Man kann mit allen möglichen Dingen Spaß haben, aber das ist nicht das, was ich meine. Mir geht es um das wirkliche Streben.” (Zitat Frithjof Bergmann). Für viele Menschen ist die Arbeit eine “Krankheit”, die irgendwann vorbeigeht, wenn Sie im Rentenalter sind. Die Möglichkeit auf Homeoffice, wird die “Krankheit” aber auch nicht bekämpfen.

Es geht also vor allem darum, dass der Mensch für sich herausfinden muss, was er wirklich, wirklich will. - Dies ist auch für uns ein wichtiger Bestandteil und ein Grundsatz.

Für uns bedeutet New Work daher, dass ein neues Mindest in den Köpfen der Mitarbeiter geschaffen werden muss und dies z.T. auch bereits durch viele Mitarbeiter eingefordert wird. Es bedeutet aber auch, den Wandel der heutigen Arbeitsweise, die geprägt ist vom digitalen und globalen Zeitalter, um eine Automatisierung in vielen Geschäftsprozessen zu erzeugen. Im Fokus steht dabei eine moderne, flexible Arbeitsform, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt, um die bestmöglichen Geschäftsziele zu erreichen.

Bevor wir Ihnen erzählen, wie New Work bei uns konkret aussieht, stellen Sie sich einmal folgendem Gedankenspiel: “Was würde passieren, wenn der Vorgesetzte nicht mehr da wäre?”

Die Antwort darauf, könnte die aktuelle Transparenz und den gelebten Führungsstandard bei Ihnen im Unternehmen verdeutlichen.

New Work bei Liquam

Bei uns steht alles unter dem Motto “It’s all about life”. Wir wollen keine erzwungene Work-Life-Balance etablieren. Ein Mitarbeiter sollte sich mit dem Konzept unseres Unternehmens identifizieren können und eine intrinsische Motivation haben, das Unternehmen voranzutreiben. Wenn dem nicht so ist, dann wird man stets versuchen, möglichst wenig “Work” und viel “Life” zu haben, weil einem der Job einfach kein Spaß bereitet und man nicht den Sinn erkennt, das Unternehmen in eine entsprechende Marktposition zu rücken. Der Job bleibt dann eben eine “Krankheit”.

Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter das Prinzip des “Intrapreneurships” leben und sich mit dem Unternehmen identifizieren können, um gemeinsam die Ziele zu erreichen. Wir möchten die Mitarbeiter befähigen, eigene Ideen einzubringen, das Unternehmen voranzutreiben und die “der Chef macht das schon”-Mentalität abzulegen. Alle sind gemeinsam als Team verantwortlich für die Erreichung der Ziele. Dafür ist natürlich eine Transparenz und eine offene Kommunikation unerlässlich.

Der Mitarbeiter fordert heute eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung ein. Aus diesem Grund, haben wir unsere Arbeitsplätze standardisiert. Wir haben herkömmliche Telefone abgeschaffen und telefonieren stattdessen über das Internet via Softphones. Auch auf unsere Dokumentenlandschaft haben die Mitarbeiter stets von überall Zugriff. Alles was sie benötigen, ist das Macbook und ggf. Kopfhörer.

Wir sind ein Fan davon, dass Projekte nach Interessen und Fähigkeiten strukturiert werden. Durch die standardisierten Arbeitsplätze können sich die Projektteams zusammensetzen und gemeinsam arbeiten. Dass ermöglicht zudem den Abbau von Wissenssilos und eine Team-Zusammengehörigkeit. Eine agile Arbeitsweise ermöglicht uns zudem flexibel auf neue Anforderungen reagieren zu können.

Wo steht mein Unternehmen?

Hinterfragen Sie folgende Aussagen für Ihr Unternehmen, um gegebenenfalls Potenziale zur Verbesserung zu identifizieren:

  1. Meetings halten wir kurz und sachlich. Wir halten nur Meetings, wenn diese unerlässlich und sinnvoll sind.
  2. Wir haben keine Wissenssilos. In unserem Unternehmen herrscht Transparenz und kein Wettbewerb untereinander.
  3. Unsere Arbeitszeit ist flexibel.
  4. Unter den Mitarbeitern herrscht ein stetiger Austausch, ohne Hierarchiegrenzen.
  5. Ideen werden ernstgenommen und Potenziale gefördert.
  6. Vertrauen ist selbstverständlich.

Fazit

Lösen Sie sich von starren Arbeitszeitmodellen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern einen Vertrauensvorschuss und mehr Eigenverantwortung, dann wird Ihnen der Mitarbeiter mit Pflichtbewusstsein und Verantwortungsübernahme entgegenkommen. Was am Ende zählt, ist das Arbeitsergebnis und keine abgearbeitet Zeit. Natürlich werden nicht alle Mitarbeiter ein solches Mindset aufweisen. Daher ist ein richtiges Change Management unerlässlich - Mitarbeiter müssen die Unternehmenskultur aktiv mitgestalten dürfen und entsprechendes Feedback muss ernstgenommen werden. Wichtig ist dabei auch, die Mitarbeiter an neue Technologie heranzuführen und die passenden, notwendigen Tools bereitzustellen, um Vernetzung, Kollaboration und eine agile Arbeitsweise leben zu können.

Kontaktieren Sie uns gerne, um weitere Informationen zu erhalten oder wenn Sie sich dazu unverbindlich mit uns unterhalten wollen.

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Christin Schwab

Christin Schwab ist Digital Consultant bei der Liquam GmbH.

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